Diese Seite wurde von meiner Lieblingsnichte Gaby erstellt.
Hören tut ihr übrigens die Hymne Badens, das Badner Lied!
Mein Freiburg
Hier erst einmal ein kleiner Abriss zur Geschichte der Stadt Freiburg.
Das Jahr 1120 gilt als Freiburger Gründungsdatum. Der Zähringer Konrad legte in Oberlinden einen Markt an. Oberlinden war im 11. Jahrhundert eine Siedlung der Dienst- und Gefolgsleute der Zähringer, die auf einer Burg am Schlossberg lebten.
Im Jahre 1200 wurde mit dem Bau des Münsters begonnen. Zuvor stand an dieser Stelle die Freiburger Kirche, in der der heilige Bernhard von Clairraux in seiner Predigt für den Kreuzzug warb. 1514 wurde das Münster dann vollendet und eingeweiht.
1218 starb der letzte Zähringer und wurde im Münster beerdigt. Die Siedlung Oberlinden war inzwischen zu einer beachtlichen Stadt gewachsen. Freiburg wurde von den Zähringern mit einer Mauer, Graben und fünf Stadttoren ausgestattet. Doch sehr bald wurde es innerhalb dieser Mauern zu eng und die Stadt expandierte auch außerhalb der Mauern. Hier entstanden Neuburg, die Schneckenvorstadt sowie die Lehener- und Predigervorstadt. Die berühmten Freiburger Bächle wurden 1246 zum ersten Mal schriftlich erwähnt.
1368 begaben sich die Bürger Freiburgs in den Schutz der Herrschaft der Habsburger. Unter dieser Herrschaft sollten die Freiburger 450 Jahre lang leben. Erzherzog Albrecht VI gründete 1457 die Universität in Freiburg. Sie gilt als einer der ältesten Universitäts-Gründungen Österreichs.
Während des 30jährigen Krieges zogen die Schweden 1632 in Freiburg ein.
1677 wurde Freiburg von den Franzosen erobert. Es waren ca. 5000 französische Soldaten, die sich am Schlossberg nieder ließen. Inzwischen gab es vor den Mauern Freiburgs auch die Dörfer Wiehre und Adelhausen. Unter der Herrschaft der Franzosen wurden jedoch bis auf die Schneckenvorstadt alle Vorstädte wieder dem Erdboden gleich gemacht. Die Bewohner der Vorstädte und der Dörfer wurden wieder hinter der Stadtmauer angesiedelt. Dies war nur möglich, da Freiburg im 16. Jahrhundert ein Dutzend Mal von der Pest heimgesucht wurde. Hatte es am Ende des 14. Jahrhunderts eine Einwohnerzahl von etwa 9.000 Personen, so waren es im 16. Jahrhundert nur noch 6.000.
Bis 1745 stand Freiburg immer wieder im Brennpunkt des österreichisch-französischen Konflikts. Nachdem die Stadt 1697 von den Österreichern eingenommen wurde, wurde die Stadt 1713 und 1744 von französischen Truppen belagert. Da die Stadtmauer für Frankreich nicht den erwarteten Nutzen gegen Österreich brachte, wurde die Mauer von den Franzosen eingerissen. Somit wurde für weitere Expansionen der Stadt Platz geschaffen.
1806 gaben dann die Habsburger das Breisgau und somit auch Freiburg auf. Nun lag Freiburg unter der Herrschaft vom Großherzogtum Baden.
Zar Alexander I, Kaiser Franz II und König Friedrich Wilhelm von Preußen gastierten 1814 eine Weile in der Stadt.
1845 wurde der Freiburger-Bahnhof fertig gestellt. Die erste Linie, die in Betrieb genommen wurde, war die Strecke Freiburg-Offenburg.
Im zweiten Weltkrieg, in der Nacht vom 27. November 1944, wurde ein großer Teil der Freiburger Innenstadt, Neuburg und Stühlinger zerstört. Zahllose Gebäude, ja ganze Straßenzüge gingen zugrunde. Sie existieren heute nur noch als Abbildungen.
Heute leben etwa 210.000 Einwohner in Freiburg. Davon etwa 30.000 Studenten.
Was natürlich auch noch zu erwähnen ist, der 48. nördliche Breitengrad verläuft mitten durch Freiburg.
Von steiler Halde düster schaut Der Wald ins Tal hinein; Der Wildbach rauschet hell und laut Hinab zum grünen Rhein Und zwischen Berge hingeschmiegt Das alte Freiburg friedlich liegt Die Rebe rankt, es grünt die Au Das Münster ragt zum himmelsblau Gott segne dich mein Freiburg Du alte Stadt, du stolze Zier Im Lande weit und breit Gedeih´und wachse für und für Gott schenk dir gold´ne Zeit In treuer Wacht viel hundert Jahr Schweb´über dir der Deutsche Im Rebenkranz auf güner Au Dein Münster ragt zum himmelsblau Gott segne dich mein Freiburg
Von steiler Halde düster schaut
Der Wald ins Tal hinein;
Der Wildbach rauschet hell und laut
Hinab zum grünen Rhein
Und zwischen Berge hingeschmiegt
Das alte Freiburg friedlich liegt
Die Rebe rankt, es grünt die Au
Das Münster ragt zum himmelsblau
Gott segne dich mein Freiburg
Du alte Stadt, du stolze Zier
Im Lande weit und breit
Gedeih´und wachse für und für
Gott schenk dir gold´ne Zeit
In treuer Wacht viel hundert Jahr
Schweb´über dir der Deutsche
Im Rebenkranz auf güner Au
Dein Münster ragt zum himmelsblau
Das Freiburger-Münster ist seit jeher das sichtbare Zentrum der Stadt. Am Hauptportal des Münsters sind aus den Jahren 1270 – 1320 die damaligen Brotmaße zu sehen. 1510 wurde der gotische Chor des Münsters vollendet. Vor dem 2. Weltkrieg führten 11 enge „Gäßle“ zum Münsterplatz. Heute sind es nur noch vier.
Ganz typisch für Freiburg sind die „Bächle“. Die Bächle wurden im Mittelalter von den Zisterziensern angelegt und waren damals die modernste Art der Kanalisation. Heute sind sie im Sommer der beliebteste Spielplatz für Kinder und eine angenehme Erfrischung für vielgelaufende Füße der Erwachsenen. Sogar eine Fasnetzunft hat ihren Namen den Bächle gewidmet: die Freiburger Bächleputzer.
In den Jahren von 1567 – 1738 hatte Freiburg sogar sein eigenes Geld. Dies wurde in der Münzgasse erstellt. Damals wurde das Geld noch von Hand geschlagen. Diese alten Münzprägestempel, kann man im Augustinermuseum besichtigen.
Die Konviktstrasse hat Ihr eigenes Flair und ist meine persönliche Lieblingsstraße hier in Freiburg. Dort gibt es sehr gemütliche Lokale und viele besondere Geschäfte. Auch der Oberlindenplatz ist nicht zu verachten. Hier befindet sich immerhin der älteste Gasthof Deutschlands „Zum roten Bären“. Von hier kommt man in die wunderschöne Altstadt, die Gerberau und die Insel.
Der Alte Friedhof entstand im Jahre 1680. 1872 erfolgte dort die letzte Bestattung und ist heute eine wunderschöne Parkanlage mit alten, hohen Bäumen und kunstvollen Grabdenkmäler. Hier ruht auch der Mörder von Kaspar Hauser, der 1850 in Freiburg verstarb. Da aber dessen Grabstein immer wieder beschmiert wurde, entfernte man den Grabstein. Heute erinnert nichts mehr an dessen Ruhestätte und keiner kennt mehr den genauen Ort, an dem er der letzten Ruhe übergeben wurde.
Von der ehemaligen Stadtmauer ist nur noch ein kleiner Teil am Augustinerplatz in der Altstadt zu besichtigen und zwei von fünf Toren, das Martinstor und das Schwabentor, sind noch erhalten. Das Martinstor ist immerhin schon 800 Jahre alt. Im Schwabentor ist heute das Zinnfigurenmuseum untergebracht. Eine Abteilung des Augustinermuseums ist im Wentzingerhaus untergebracht. Hier befinden sich Kunstwerke und Dokumente zur Geschichte der Stadt Freiburg, von der Gründung bis hin in die Barockzeit.
In Schwaben war ein Bäuerlein das hatte Gold in Haufen War übermütig gar beim Wein und wollte Freiburg kaufen. Ob auch die Bäuerin wehrt und schmollt, was schert den Mann die Brave Zwei Fässer füllt er tags mit Gold und legt sich dann zum schlafe Vom Lager habt um Mitternacht sein Weib sich, schleicht zur Scheuer Von Fass zu fass und schafft und lacht; da ist´s nicht ganz geheuer Zwei Tage drauf durchs Obertor Altfreiburgs fährt der Schwabe Hält vor dem Rathaus mit Humor und prahlt mit Fass und Habe Da kamen just in Hast und Eil die Ratsherrn angelaufen Der Bauer poltert „Ist euch feil die Stadt? Ich will sie kaufen!“ Der Stadtvogt schalt „Fahr nur dein Geld zurück in deine Scheuer! kaum, mehr als alles Gut der Welt ist uns Altfreiburg teuer.“ „hoho“ ruft der , „Schaut erst mein Gold! Das Glitzern und das Gleitzen Wird schon, so arg ihr jetzt auch grollt, euch in die Augen beisen.“ Von Fass zu Fass lupft seine Hand den Deckel, Welch ein Schrecken! Drin liegen Steine nur und Sand, hei, hub sichs rings ein Necken. „Scher dich zum kuckuck, Grobian, mit deiner schoflen habe!“ „Den Spuk tat mir das Eh´weib an!“ seufzt der gefoppte Schwabe. Still zog er ab mit Sack und Pack, ließ flucks die Rößlein laufen, Das Tor tät man zum Schabernack, in Schwabentor umtaufen. (Karl Mayer)
In Schwaben war ein Bäuerlein das hatte Gold in Haufen
War übermütig gar beim Wein und wollte Freiburg kaufen.
Ob auch die Bäuerin wehrt und schmollt, was schert den Mann die Brave
Zwei Fässer füllt er tags mit Gold und legt sich dann zum schlafe
Vom Lager habt um Mitternacht sein Weib sich, schleicht zur Scheuer
Von Fass zu fass und schafft und lacht; da ist´s nicht ganz geheuer
Zwei Tage drauf durchs Obertor Altfreiburgs fährt der Schwabe
Hält vor dem Rathaus mit Humor und prahlt mit Fass und Habe
Da kamen just in Hast und Eil die Ratsherrn angelaufen
Der Bauer poltert „Ist euch feil die Stadt? Ich will sie kaufen!“
Der Stadtvogt schalt „Fahr nur dein Geld zurück in deine Scheuer!
kaum, mehr als alles Gut der Welt ist uns Altfreiburg teuer.“
„hoho“ ruft der , „Schaut erst mein Gold! Das Glitzern und das Gleitzen
Wird schon, so arg ihr jetzt auch grollt, euch in die Augen beisen.“
Von Fass zu Fass lupft seine Hand den Deckel, Welch ein Schrecken!
Drin liegen Steine nur und Sand, hei, hub sichs rings ein Necken.
„Scher dich zum kuckuck, Grobian, mit deiner schoflen habe!“
„Den Spuk tat mir das Eh´weib an!“ seufzt der gefoppte Schwabe.
Still zog er ab mit Sack und Pack, ließ flucks die Rößlein laufen,
Das Tor tät man zum Schabernack, in Schwabentor umtaufen.
(Karl Mayer)
Ein weiterer Lieblingsort von mir ist der Seepark. Hier kann man rund um den See spazieren und seine Seele und Gedanken baumeln lassen. Der ursprüngliche Baggersee wurde vor einigen Jahren für die Bundesgartenschau neu angelegt. Hier findet auch das alljährliche Seenachtsfest statt.
Zwischen Günterstal und Kybfelsen lag in einer Waldlichtung das ehemalige Bruderhaus eines Eremiten mit einer dem hl. Valentin geweihten Kapelle. Dieser Waldbruder gelobte der Stadt Freiburg immer für den guten Zustand der Kapelle zu sorgen und gleichzeitig auch eine Waldaufsicht gegen Wilderer zu führen. Diese Tradition geht bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Nach Aufhebung des Bruderhauses und der Kapelle, wurden die Gebäude erst zu einem Försterhaus und später zu einem Gasthaus umgebaut. Nach langer Schließung wurde es im Oktober 2003 wieder eröffnet und es gibt dort noch immer ganz leckere Pfannkuchen in vielen verschiedenen Variationen.
Auch St. Ottilien wurde von einem Waldbruder geführt. Die dortige Kapelle wurde 1503 erbaut. Einer Legende nach, wusch sich eine verstoßene und an den Augen erkrankte Fürstentochter an der Ottilienquelle die Augen aus und konnte danach wieder sehen. Seit dieser Zeit ist St. Ottilien ein reger besuchter Wallfahrtsort. Nach einem ausgiebigen Sparziergang kann man sich hier in der Gartenwirtschaft prima erholen.
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